Hinweis zur Nutzung der Balgtruhe – Fellwechsel


Hinweise zur Sammelstelle „Fellwechsel“ des Kreisjagdverband Kempten e.V.

Sehr geehrte Mitglieder,

wie bereits bei der letzten „Fuchswoche 2019“ angekündigt, wurde eine Kühltruhe für „Bälge“ angeschafft und in Betrieb genommen.

Die Kühltruhe befindet sich an der Westseite des Gebäudekomplexes der Fa. Blattner Heimtierfutter, Kürnacher Straße 22 – 24, 87439 Kempten. Siehe hierzu die beigefügten Bildbeschreibungen.

Die Sammelstelle ist bereits bei der Fa. Fellwechsel angemeldet und hat die Sammelstellennummer 796.

Unser Mitglied Andreas Sommer,

Telefon:     08378 – 932116

Mobil:         0151 – 58407972

Mail:           am.som@gmx.de

ist der sogenannte Balgbeauftragte und hält Kontakt zur Fa. Fellwechsel.

Unabhängig von einer etwaigen Bezahlung werden die „Bälger“ unentgeltlich überlassen. Siehe hierzu beigefügten „Herkunftsnachweis“, der lediglich mit den persönlichen und jagdlichen Daten ergänzt werden muss.

Was muss man zusätzlich wissen und beachten:

Bei der Sammelstelle handelt es sich nicht um eine Entsorgungseinrichtung. Hierfür sind die bekannten Kadaverkisten bzw. -truhen zu verwenden.

Verpackung und Kennzeichnung ist zwingend sachgerecht vorzunehmen.

Nicht ordnungsgemäß verpackte Tiere werden nicht abgeholt. Gleiches gilt für fehlendem oder fehlerhaft ausgefülltem Herkunftsnachweis.

Verpackungshinweise sind zusätzlich auf dem Truhendeckel angebracht.

Der Bereich ist seitens der Fa. Blattner Heimtierfutter videoüberwacht!

Welche Tiere kann man abgeben und wann sollten diese erlegt worden sein?

Neben dem Rotfuchs werden auch Waschbär, Marderhund, Dachs, Stein- und Baummarder, Mink, Iltis, Nutria und Bisam angenommen. Von Mitte November bis Mitte Februar haben die genannten Arten einen Winterbalg, also entsprechende Unterwolle und lange Grannenhaare. Diese sogenannten reifen Bälge eignen sich am besten für die Verarbeitung und Vermarktung.

Wie sollen die Tiere erlegt werden?

Am besten geeignet sind Bälge von Tieren aus der Fangjagd, da diese nur einen kleinen Einschuss im Kopf- oder Nackenbereich haben. Auch der Schrotschuss verursacht nur kleine Löcher, die bei der Verarbeitung keine Rolle spielen. Tiere, die mit einer kleinen Kugel erlegt werden sind ebenso gut zu verwerten wie Tiere, die mit größeren Kalibern erlegt wurden, solange nicht der Nacken- und Rückenpelz zerstört ist. Die Qualität dieser Fellpartien ist entscheidend für den Wert des Balges und für die Verarbeitung.

Wie sollen die Tiere gelagert werden?

Einzeln in stabile Säcke / Tüten verpackt und mit Herkunftsnachweis versehen in der Balgtruhe / Sammelstelle des Kreisjagdverbandes. Bewährt hat es sich, die Tiere kompakt zusammenzurollen, um Platz zu sparen.

Jede Verpackung muss mit dem Herkunftsnachweis gekennzeichnet werden. Damit dieser trocken und sauber bleibt, zweimal gefaltet so in einen kleinen Gefrierbeutel stecken, dass die Tierart von außen zu lesen ist. Der Sack in dem das Tier ist wird gemeinsam mit dem Gefrierbeutel (Herkunftsnachweis) mit einem Kabelbinder verschlossen. Nur so ist gewährleistet, dass das entsprechende Formular nicht verloren geht oder beschädigt wird. Bitte nicht anheften oder kleben !!!

Brauchen man wirklich für jedes Tier einen Herkunftsnachweis?

Ja, denn das größte Qualitätsmerkmal der Bälge ist die sichere Herkunft aus der Jagd! Um den Weg vom Jäger bis zum Kürschner dokumentieren zu können, ist das Formular zwingend notwendig. Darüber hinaus können die Daten für wissenschaftliche Auswertungen genutzt werden.

Die persönlichen Daten der Jäger und Reviere werden streng vertraulich behandelt und bleiben anonym.

Jürgen Prestel // Karl-Heinz Schader

KJV Kempten e.V.

Anlage 2                    Herkunftsnachweis vorausgefüllt

Anlage 3                     Verpackungshinweis

Link Fellwechsel     https://fellwechsel.org/downloads/