Kurzinformation Geflügelpest

Vollzug der Wildvogel – Geflügelpest – Monitoring – Verordnung  vom 08.03.2016

Bei der Pächterversammlung am 11.11.2016 wurde darauf hingewiesen, dass eine Beprobungsanordnung zu erwarten ist. Mit Schreiben des LRA Oberallgäu, Veterinäramt, vom 22.11.2016,  wurde diese Anordnung in Vollzug gesetzt.

Zusammen mit dem Kreisjagdverband Oberallgäu sollen 13 Wildvögel beprobt werden. Auf unseren Verband fallen 7 Proben.

Für die Umsetzung dieses Monitoring haben sich dankenswerter Weise unsere geschätzten Jagdkollegen Andreas Dörk und Klaus Leix zur Verfügung gestellt. Beide Kollegen werden die Beprobungen und den erforderlichen Versand eigenständig durchführen.

Weitere Informationen:

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (BayStMUV) bestärkt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die Jägerschaft in der Durchführung ihrer nun vielerorts geplanten herbstlichen Wasservogeljagden, die in erster Linie zum Zweck der Wildbretgewinnung stattfinden. Eine verstärkte Bejagung rein zum Zweck der Probengewinnung soll jedoch nicht forciert werden. Die Jägerschaft wird bayernweit gebeten, von „lebend“ erlegten Wasservögeln – wie schon gewohnt – Tupferproben zu gewinnen, aber auch Todfunde einer Untersuchung über das Verbringen an die örtlichen Veterinärämter zuzuführen.

Besonders beim Kontakt mit Todfunden sind Schutzhandschuhe anzuraten.

Gegen den Einsatz von Jagdhunden bei diesen regulären Wasservogeljagden besteht im Hinblick auf H5N8 derzeit keine Bedenken. Der Kontakt der Hunde mit verendet aufgefundenen bzw. sichtbar kranken Tieren sollte jedoch vorsichtshalber eingeschränkt werden.

Ansteckungsgefahr für Haustiere

Eine Gefährdung von Haustieren ist derzeit nicht erkennbar. Die Pathogenität, also wie krankheitserregend der Virus ist, ist hier für andere Tiere als Vögel schwer einzustufen. Trotzdem wird empfohlen in einem betroffenen Gebiet Katzen nicht aus dem Haus zu lassen und Hunde an der Leine zu führen.

Kann man Wildgefügel bedenkenlos verzehren

Für den Menschen besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine Gefahr, sich zu infizieren. Da Influenzaviren jedoch im allgemeinem als sehr variabel und mutationsfreudig einzustufen sind, sind die üblichen Schutz- und Hygienemaßnahmen, nicht nur im Umgang mit toten Tieren, angeraten.

Wer sich bei der Zubereitung von Geflügel gut die Hände wäscht, muss wegen der Vogelgrippe nicht auf Geflügel verzichten. Selbst ein infiziertes Tier ist essbar. Der Ofen muss auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden. Das bedeutet, dass für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 °C erreicht werden muss. Bei diesen Temperaturen werden die Erreger abgetötet.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt zudem weitere Hygienemaßnahmen wie rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel getrennt zu lagern und zubereiten, Gerätschaften und Oberflächen, die mit rohen Geflügelprodukten in Berührung gekommen sind, gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz reinigen, Verpackungsmaterialien, Auftauwasser und ähnliches sofort entsorgen, Hände mit warmem Wasser und Seife waschen und Geflügelspeisen gründlich durchgaren.

Eier sollten zudem vor dem Verzehr gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind.

Empfehlungen des Friedrich-Löffler-Instituts

▪           Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelbetrieben

▪           Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel in Regionen mit hoher Wildvogeldichte und in der Nähe von    Wildvogelrast- und -sammelplätzen

▪           Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern

▪           Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR – Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben

▪           Meldung verendeter oder kranker Wildvögel an die zuständige Veterinärbehörde

▪           Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring)

▪           Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen  sind, zu Nutzgeflügel

▪           Vermeidung des direkten Kontakts von Personen (nur mit Schutzhandschuhen) und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln.

Mit besten Grüßen und einem kräftigen Waidmannsheil

Euer Karl-Heinz

Als PDF: Kurzinformation zur Vogelgrippe